Fachschaft Biologie/Chemie

 

Atommodell                                   Akkomodation

Periodensystem                            Osmose

Fotosynthese                                 Kondensation

Mutation                                        Oxydationszahl

Redoxreaktion                               Dissoziation

Hydrolyse                                       Filtration

Desoxyribonukleinsäure               Katalyse

Ionengitter                                     Isomerie

Selektion                                        Parasitismus

Proteinbiosynthese                       Polysaccharide

Transformation                              Ribosomen

Rindengewebe                               Experimentieren

Protokollieren                                Mikroskopieren

 

"Fachhochschule Stralsund wir kommen!"

 

Eine Gruppe von Schüler_innen besuchte im Rahmen der BilSE-Projekte die FH Stralsund und hörte Vorlesungen zur Lasertechnik, IT-Sicherheit und anderen spannenden Themen.

Treffpunkt: Chemie

Klausuren, Tests, Lernen – in der Oberstufe des Gymnasiums bleibt oft wenig Zeit, um sich Gedanken über die persönliche Zukunft zu machen. Sechs Schüler_innen des John-Brinckman-Gymnasiums Güstrow konnten bisher auf die Frage, was man als junger Mensch nach dem Abitur machen will, vage mit „irgendwas in Richtung Chemie“ antworten. Da traf es sich gut, dass vor dem Chemieraum ein Aushang auf ein Laborpraktikum an der Technischen Universität in Clausthal für den Studiengang Chemie aufmerksam machte.

 

Nach der Anreise am Freitag, 25. Januar 2019, bei dem die Jungen und Mädchen im Westharz mit Schneegestöber und glatten Straßen begrüßt wurden, ging es am Samstag das erste Mal in den Hörsaal der Uni Clausthal. Diese zählt mit rund 4.900 Student_innen zu den kleineren Universitäten Deutschlands. Während Namenskärtchen und Hefter voller Infomaterialien an die knapp 100 Oberstufenschüler_innen ausgeteilt wurden, führte der leitende Prof. Dr. Andreas Schmidt durch das Institut für Organische Chemie. Mit seinem herzlichen Auftreten erzählte er stolz von Forschungsprojekten, in denen zufällig Heilmittel gegen Malaria und Krebs gefunden wurden oder Fragen wie die Beseitigung von Windradmüll oder Plastikmüll aus dem Meer bearbeitet werden. So gewährte er den Schüler_innen besondere Einblicke in die Arbeit seiner Doktorant_innen und Mitarbeiter_innen.

 

Im großen Hörsaal gab es darauf die offizielle Begrüßung durch den Organisator Jochen Brinkmann, Prof. Dr. Schmidt und durch die Fachschaft für Physik, Materialwissenschaften und Chemie. Hierbei bekamen die Schüler_innen, welche von Sylt bis aus Hessen anreisten, einen Überblick über das attraktive Unileben in Clausthal und vor allem über den Studiengang Chemie.

 

Auch wenn den meisten Deutschen die Universität Clausthal kein Begriff sei, so ist sie dennoch weltweit sehr bekannt und besitzt den höchsten Prozentsatz an internationalen Student_innen in Deutschland, berichteten die Studierenden. Das erste Laborpraktikum führte die Güstrower ins 1929 erbaute Institut für Anorganische Chemie. In einem großen Labor, in welchem man förmlich die Hoffnung und das Bangen auf richtige Ergebnisse der dort sonst anwesenden Chemiestudent_innen fühlen konnte, stellten die Schüler_innen unter anderem verschiedenfarbige Glasperlen in ungewohnt aufwendiger Prozedur her. Sonique Buse (17) erklärt begeistert: "Gerade die Experimente finde ich so toll an der Chemie.“ "Leider wird in der Schule ab der Oberstufe hauptsächlich Theorie und Rechnen gelehrt. Die Praxis und damit das Aufregende und Interessante kommt viel zu kurz.“, bedauert die Elftklässlerin.

 

Am Nachmittag ging es nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa in das Institut für Organische Chemie. Dort präsentierten Institutsmitarbeiter_innen und Doktorant_innen ihre Projekte und Geräte zur Massenspektronomie. Mit diesen kann man unbekannte Stoffe analysieren und deren Masse sehr genau bestimmen. Hierbei wurde auch der interessante Zusammenhang zwischen Chemie und Medizin veranschaulicht, welche dieses Verfahren z.B. bei der MRT nutzt. Danach stellten Bachelor- und Masterstudent_innen, sowie Doktorant_innen und Professor_innen in einem großen Forschungslabor sinnvolle, aber auch Spaßexperimente vor. Spätestens als Gummibärchen verbrannt wurden, Aluminiumfolie in ein Feuerwerk aufging und Küchenspüli zur "Elefantenzahnpasta“ explodierte, wurde den "Brinckmännern" langsam klar, weshalb gerade an diesem Institut kaum ein Kittel ohne Brandfleck oder gefährliche Löcher anzutreffen war. Der Zwölftklässlerin Julia Brocks gefiel besonders das unter Prof. Dr. Schmidts Obhut stehende Borkenkäferprojekt, bei welchem die TU Clausthal an der Forschung für eine Lösung des vor allem im Harz problematischen Waldsterbens durch Borkenkäfer beteiligt ist. "Der Bezug zur Biochemie ist sehr ansprechend.“ , findet Julia.

 

Die am Abend von der Fachschaft organisierte Party bot Möglichkeiten mit anderen Schüler_innen ins Gespräch zu kommen. Zudem sorgte das, laut den Studente_innen in Clausthaler Kneipen übliche, Kellerquiz für gute Laune.

Am Sonntag begann der zweite Praktikumstag im Institut für Physikalische Chemie. Unter dem Thema "Panta rhei – Alles fließt“ durften die Schüler_innen die Viskosität verschiedener Flüssigkeiten bestimmen und es wurden ihnen komplexe physikalisch-chemische Zusammenhänge erklärt. Im nachfolgenden Institut für Analytische Chemie, indem laut Prof. Dr. Schmidt "anders gedacht wird“, wurde wieder experimentiert. Mit der Titration bestimmten die Mädchen und Jungen den Calciumgehalt in Mineralwasser und konnten so ihr Wissen und ihre Fähigkeiten für die bald anstehende Abiturprüfung auffrischen. Als Abschluss des Wochenendes diente eine Fragerunde mit Studienberatung im großen Hörsaal. Nach dem letzten gemeinsamen Mittag in der Mensa fuhren die Güstrower_innen wieder nach Hause.

 

"Ich war der Meinung, dass ich mit guten Grundkenntnissen losgefahren bin.“, lächelt Leon Teichmeier (12c). "Doch wenn man sich mit der Chemieelite umgibt, dann merkt man, dass man eigentlich gar nicht so viel weiß.“ Besonders beeindruckt sei er gewesen, als ein Teilnehmer auf eine Frage im Kellerquiz die ganze Strukturformel von LSD wusste und aufgeschrieben habe. Johanna Raschke half das Laborpraktikum definitiv bei der Wahl ihres Studienfachs. Die Achtzehnjährige bedauert zwar, dass ihr Wunschstudium nicht in Clausthal angeboten wird, tendiert nun aber weiterhin stark zur Pharmazie. "Es waren wirklich viele besondere Experimente und praktische Arbeiten, welche in der Schule zeitlich bedingt leider keinen Platz finden.“, erzählt sie.

 

Leon, Johanna und Julia betonen vor allem den freundlichen Umgang mit den Schüler_innen in Clausthal seitens der Student_innen oder Professor_innen und sind sich einig, dass der "Treffpunkt Chemie“ die lange Zugreise wert war.

 

Birgit Klostermann

DECHEMAX-Wettbewerb Chemie 2018/19

Autolawinen wälzen sich im Schritttempo über die Autobahn, Fahrradfahrer_innen und Fußgänger_innen kämpfen sich in der Stadt durch den Feinstaub, die Parkplätze sind alle belegt und an der Zapfsäule fluchen viele, weil der Sprit schon wieder teurer geworden ist. Dabei wäre E10 sogar günstiger, aber man hört ja immer, das wäre für den Motor nicht so gut. Im Zug ist mal wieder die Klimaanlage ausgefallen – alle schwitzen: bestimmt liegt das am Klimawandel, zu dem wir ebenfalls mit unserem Verkehr ordentlich beitragen. Was tun?

Im diesjährigen bundesweiten Online-Wettbewerb befassen sich Schüler_innen mit den Problemen und Lösungsansätzen für unsere so mobil gewordene Welt: Welche Möglichkeiten bietet die E-Mobilität? Welche neuen, synthetischen Treibstoffe gibt es? Warum ist der Reifenabrieb auf dem Asphalt so problematisch? Diese und viele weitere Fragen rund um den Verkehr werden von Schüler_innen der Jahrgangsstufen 7 bis 11 bundesweit bearbeitet.

Start der ersten Runde war am 8. November 2018, im Februar 2019 schließt sich eine zweite Runde im Experimentalbereich an.

Wir freuen uns, dass vom JBG Güstrow sieben Forscher_innenteams der Jahrgangsstufen 9, 10 und 11, bestehend aus jeweils 5 Schüler_innen, an diesem Chemie-Wettbewerb teilnehmen.

 

Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg!

John-Brinckman-Gymnasium 

Am Wall 6

18273 Güstrow

 

Schulleiter: Jan Rädke

stv. Schulleiterin: Kathrin Kölpin

Schulsachbearbeiterin: Frau Bockholdt

E-Mail: Sekretariat@brinckman.de

Telefon: 0 38 43 / 68 66 93

Fax: 0 38 43 / 68 66 97